Sicherheitsschuhe S3 - Maximaler Schutz für harte Einsätze

Sicherheitsschuhe S3 sind der Allrounder auf Bau und Handwerk: wasserabweisend, durchtrittsicher, mit Zehenkappe. 🥾 Mehr erfahren

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Sicherheitsschuhe S3: durchtrittsicher, wasserabweisend, für harte Einsätze

Sicherheitsschuhe S3 sind auf dem Bau, im Handwerk und in der Industrie die am häufigsten vorgeschriebene Schutzklasse. Sie vereinen alle Eigenschaften der Klassen S1 und S2 und ergänzen sie um eine durchtrittsichere Sohle sowie ein profiliertes Laufsohlenprofil. Zwischen einzelnen Modellen liegen allerdings deutliche Unterschiede in Gewicht, Passform und Dämpfung. Auf dieser Seite finden Sie unsere gesamte Auswahl sowie die wichtigsten Informationen für die Entscheidung. Beraten lassen können Sie sich jederzeit telefonisch unter 03464 579422.

Was S3 Sicherheitsschuhe erfüllen müssen: die Anforderungen der EN ISO 20345

Ein Schuh darf die Klasse S3 nur führen, wenn er nach EN ISO 20345 geprüft wurde und diese Merkmale mitbringt:

  • Zehenschutzkappe mit 200 Joule Schutzwirkung, aus Stahl, Aluminium oder Verbundwerkstoff
  • durchtrittsichere Sohle gegen Nägel, Schrauben und Metallspäne
  • wasserabweisendes Obermaterial, geprüft über 60 Minuten
  • geschlossener Fersenbereich mit Energieaufnahme (E)
  • antistatische Eigenschaften (A)
  • profilierte Laufsohle mit mindestens 2,5 mm Profiltiefe

Wichtig für die Praxis: S3 bedeutet wasserabweisend, nicht wasserdicht. Einen vollständig wasserdichten Schuh erkennen Sie an der Zusatzkennzeichnung WR oder an der Klasse S7. Weitere Kürzel regeln Sondereigenschaften, etwa HRO für hitzebeständige Sohlen, CI für Kälteisolierung, M für Mittelfußschutz und ESD für die kontrollierte Ableitung elektrostatischer Ladung.

S3L, S3S und S7: was die neuen Kennzeichnungen bedeuten

Seit der Normüberarbeitung 2022 begegnen Ihnen bei Sicherheitsschuhen S3 zusätzlich die Kürzel S3L und S3S. Beide stehen für eine textile Durchtrittschutzeinlage statt einer Metallzwischensohle, geprüft mit einem 4,5 mm starken Nagel (L) beziehungsweise einem 3,0 mm starken Nagel (S). Textile Einlagen sind leichter und flexibler und decken die Sohlenfläche vollständig ab. Für metallfreie Arbeitsumgebungen mit Sicherheitskontrollen sind sie die einzige Option. S7 und S7S entsprechen S3 mit zusätzlicher WR-Kennzeichnung, der Schuh ist damit komplett wasserdicht.

S1, S1P, S2 oder S3: welche Schutzklasse Sie wirklich brauchen

  • S1: Zehenkappe, antistatisch, geschlossene Ferse, ohne Nässeschutz. Für trockene Innenbereiche, Lager und Montage.
  • S1P: wie S1, zusätzlich durchtrittsicher. Die leichte Alternative, wenn Nässe keine Rolle spielt.
  • S2: wie S1, zusätzlich wasserabweisend, ohne Durchtrittschutz. Verbreitet in Pflege, Gastronomie und Lebensmittelverarbeitung.
  • S3: wie S2, zusätzlich durchtrittsicher und mit profilierter Sohle. Standard auf Baustellen, im Tiefbau, im Garten- und Landschaftsbau und bei Dachdeckern.

Welche Klasse für Ihren Arbeitsplatz gilt, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung Ihres Arbeitgebers und aus der DGUV Regel 112-191 zur Benutzung von Fuß- und Knieschutz.

Sicherheitsschuhe S3 für Herren und Damen: warum der Leisten über den Komfort entscheidet

Herrenleisten sind im Vorfuß und Ballenbereich breiter geschnitten. Wer breite Füße hat, achtet auf Weitenangaben, etwa beim Baak Harrison S3 Extra Breit.

Sicherheitsschuhe S3 für Damen sind mehr als verkleinerte Herrenmodelle. Damenfüße sind in der Fußmitte und an der Ferse schmaler, das Verhältnis von Ballen zu Ferse fällt anders aus. Ein Herrenschuh in Größe 38 sitzt deshalb häufig zu weit und rutscht in der Ferse. Echte Damenmodelle wie der New Balance Cremorne Womens S3L ESD nutzen einen eigenen Leisten, eine angepasste Polsterung und ein Größenangebot ab 35 oder 36.

Sicherheitsschuhe S3 extra leicht: rund 300 Gramm weniger pro Schuh

Ein klassischer Lederstiefel mit Stahlkappe und Stahlzwischensohle wiegt je nach Größe 700 bis 900 Gramm pro Schuh. Extra leichte Sicherheitsschuhe S3 liegen je nach Bauform bei 450 bis 550 Gramm. Über mehrere tausend Schritte am Tag macht sich dieser Unterschied bemerkbar. Gewicht sparen vor allem Kunststoff- und Verbundkappen, textile Durchtrittschutzeinlagen, Mesh-Obermaterialien und PU-Zweischichtsohlen.

Sicherheitsschuhe S3 sportlich: Sneaker-Optik mit geprüftem Schutz

Sportliche Sicherheitsschuhe S3 von Herstellern wie adidas Pro Work, New Balance und Airtox übertragen Technologien aus dem Laufsport in die Arbeitswelt, etwa gedämpfte Zwischensohlen und atmungsaktive Strickobermaterialien. Sie sind leichter und flexibler, stoßen bei stark abrasiven Arbeiten allerdings früher an ihre Grenzen als Vollleder. Für unebenes Gelände sind Sicherheitsstiefel die stabilere Wahl.

Halbschuh oder Sicherheitsstiefel: die passende Schafthöhe finden

Die Bauform ergibt sich meist aus der Gefährdungsbeurteilung, nicht aus dem Geschmack. Halbschuhe (Form A) sind leicht und luftig, passend für Werkstatt und Halle. Knöchelhohe und halbhohe Stiefel (Form B und C) geben mehr seitlichen Halt und schützen vor Spritzern. Hohe Stiefel (Form D) eignen sich für Tiefbau und unwegsames Gelände. Für die kalte Jahreszeit finden Sie gefütterte Winterstiefel S3 mit CI-Kennzeichnung.

Kaufratgeber: in sechs Schritten zu den passenden Sicherheitsschuhen S3

  1. Schutzklasse und Zusatzkennzeichnungen klären. Fragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber oder der Fachkraft für Arbeitssicherheit nach, was konkret gefordert ist.
  2. Sonderanforderungen prüfen. In der Elektronikfertigung brauchen Sie ESD-Sicherheitsschuhe, bei dauerhafter Nässe wasserdichte Arbeitsschuhe mit WR-Kennzeichnung oder Membran, etwa den Jalas 9968 Exalter GTX.
  3. Fußform bestimmen. Messen Sie abends im Stehen, dann ist der Fuß am größten, und berücksichtigen Sie die Weite.
  4. Größe großzügig wählen. Planen Sie 10 bis 12 mm Luft vor der längsten Zehe ein, denn die Zehenkappe gibt nicht nach. Probieren Sie mit den Arbeitssocken, die Sie im Betrieb tragen.
  5. Verschluss abstimmen. Die Schnürung lässt sich am feinsten einstellen, ein Drehverschluss funktioniert auch mit Handschuhen.
  6. Sohle an den Untergrund anpassen. Grobes Profil für Baustelle und Gelände, feineres Profil für glatte Hallenböden.

Einen Überblick über bewährte Hersteller bekommen Sie in den Kategorien Airtox ATX, Jalas, Sixton Peak und Baak. Alle Klassen und Bauformen finden Sie in der Hauptkategorie Sicherheitsschuhe.

Pflege und Lebensdauer: so halten Ihre S3 Sicherheitsschuhe länger

  • Schmutz antrocknen lassen und abbürsten, statt ihn nass einzureiben
  • nicht auf der Heizung trocknen, Zeitungspapier zieht Feuchtigkeit schonender heraus
  • Leder imprägnieren, bei Membranen ein dafür freigegebenes Spray verwenden
  • Einlegesohle herausnehmen und separat trocknen
  • zwei Paar im Wechsel tragen, so erholt sich die Dämpfung

Tauschen Sie die Schuhe aus, sobald das Profil abgelaufen ist, die Zehenkappe sichtbar wird oder sich die Sohle löst. Bei täglichem Einsatz auf der Baustelle liegt die Lebensdauer erfahrungsgemäß bei sechs bis zwölf Monaten.

Häufige Fragen zu Sicherheitsschuhen S3

Was bedeutet S3 bei Sicherheitsschuhen?

S3 ist eine Schutzklasse nach EN ISO 20345. Sicherheitsschuhe S3 haben eine Zehenschutzkappe mit 200 Joule Schutzwirkung, eine durchtrittsichere Sohle, ein wasserabweisendes Obermaterial, antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich und eine profilierte Laufsohle. S3 umfasst damit alle Anforderungen der Klassen S1 und S2 und geht darüber hinaus.

Sind Sicherheitsschuhe S3 wasserdicht?

Sicherheitsschuhe S3 sind wasserabweisend, nicht wasserdicht. Geprüft wird das Obermaterial über 60 Minuten. Vollständig wasserdicht sind Modelle mit der Zusatzkennzeichnung WR oder der Klasse S7 beziehungsweise S7S. Diese Modelle finden Sie unter wasserdichte Arbeitsschuhe.

Was ist der Unterschied zwischen S3, S3L und S3S bei Sicherheitsschuhen?

Alle drei erfüllen dieselben Grundanforderungen und unterscheiden sich nur im Durchtrittschutz. S3 steht für eine Metalleinlage, S3L für eine textile Einlage, geprüft mit einem 4,5 mm starken Nagel, und S3S für eine textile Einlage, geprüft mit einem 3,0 mm starken Nagel. Textile Einlagen sind leichter und flexibler und eignen sich für metallfreie Arbeitsumgebungen.

Welche Größe brauche ich bei Sicherheitsschuhen S3?

Planen Sie 10 bis 12 mm Platz vor der längsten Zehe ein. Da die Zehenkappe starr ist, macht sich zu wenig Raum sofort bemerkbar. Messen Sie beide Füße abends im Stehen, der längere Fuß gibt die Größe vor. Probieren Sie neue Sicherheitsschuhe S3 immer mit den Arbeitssocken, die Sie auch im Betrieb tragen.

Worin unterscheiden sich Sicherheitsschuhe S3 für Damen und Herren?

Sicherheitsschuhe S3 für Damen sind schmaler geschnitten, vor allem in der Fußmitte und an der Ferse, und anders gepolstert. Sicherheitsschuhe S3 für Herren fallen im Vorfuß und Ballenbereich breiter aus. Ein kleiner Herrenschuh passt einem Damenfuß deshalb meist schlechter als ein echtes Damenmodell mit eigenem Leisten und Größen ab 35 oder 36.

Wie viel wiegen extra leichte Sicherheitsschuhe S3?

Extra leichte Sicherheitsschuhe S3 liegen je nach Bauform und Größe bei etwa 450 bis 550 Gramm pro Schuh. Klassische Ledermodelle mit Stahlkappe und Stahlzwischensohle kommen auf 700 bis 900 Gramm. Gewicht sparen vor allem Kunststoff- und Verbundkappen, textile Durchtrittschutzeinlagen sowie Obermaterialien aus Mesh.

Sind sportliche Sicherheitsschuhe S3 genauso sicher wie klassische Modelle?

Ja. Sportliche Sicherheitsschuhe S3 in Sneaker-Optik durchlaufen dieselben Prüfungen nach EN ISO 20345 wie robuste Ledermodelle. Sie sind leichter und flexibler, das Textilobermaterial verschleißt bei stark abrasiven Arbeiten allerdings schneller als Vollleder.

Welche sind die besten Sicherheitsschuhe S3?

Das hängt von Fußform und Einsatzbereich ab. Für Qualität sprechen ein Weitensystem statt einer Einheitspassform, austauschbare Einlegesohlen, sauber verarbeitete Innennähte im Fersenbereich, verfügbare Ersatzteile und eine vollständige Kennzeichnung im Schuh mit Norm, Klasse, Herstelldatum und Prüfstelle. Bewährt haben sich unter anderem Airtox, New Balance, Jalas, Sixton Peak und Baak.

Wie lange halten Sicherheitsschuhe S3?

Bei täglichem Einsatz auf der Baustelle liegt die Lebensdauer erfahrungsgemäß bei sechs bis zwölf Monaten. Tauschen Sie die Schuhe aus, sobald das Profil abgelaufen ist, die Zehenkappe sichtbar wird, sich die Sohle löst oder das Obermaterial Risse zeigt. Zwei Paar im Wechsel verlängern die Haltbarkeit spürbar.

Darf ich eigene orthopädische Einlagen in Sicherheitsschuhe S3 einlegen?

Nur, wenn der Hersteller die Einlage für das Modell freigegeben hat, denn die Zertifizierung gilt für den Schuh samt Originalsohle. Orthopädische Zurichtungen an Sicherheitsschuhen dürfen ausschließlich zugelassene Betriebe nach DGUV Regel 112-191 vornehmen. Freigegebene Alternativen finden Sie unter Einlegesohlen.

Muss der Arbeitgeber Sicherheitsschuhe S3 bezahlen?

Ist das Tragen aufgrund der Gefährdungsbeurteilung vorgeschrieben, stellt der Arbeitgeber die persönliche Schutzausrüstung nach Arbeitsschutzgesetz bereit. Die Kosten dürfen nicht auf die Beschäftigten umgelegt werden.

Brauche ich Sicherheitsschuhe S3 mit ESD-Schutz?

Antistatisch und ESD sind nicht dasselbe. Antistatische Schuhe leiten Ladung langsam ab, ESD-Schuhe erfüllen zusätzlich die DIN EN 61340-5-1 mit einem Durchgangswiderstand zwischen 100 Kiloohm und 35 Megaohm. In der Elektronikfertigung und an ESD-geschützten Arbeitsplätzen ist ESD Pflicht. Passende Modelle finden Sie unter ESD-Sicherheitsschuhe.

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