S1P Sicherheitsschuhe: durchtrittsicher und leicht - Über 40 Modelle von Airtox, New Balance, Jalas und Baak

S1P Sicherheitsschuhe ergänzen den S1-Standard um eine durchtrittsichere Sohle: der entscheidende Schutz überall dort, wo Nägel, Schrauben oder Metallsplitter auf dem Boden liegen können. Erfahren Sie hier, wann sich S1P lohnt und worauf Sie beim Kauf achten sollten. 👞 Mehr erfahren

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Was bedeutet S1P bei Sicherheitsschuhen?

Die Bezeichnung S1P setzt sich aus zwei Teilen zusammen: dem Grundstandard S1 und dem Zusatz „P" für Durchtrittsicherheit. Ein Schuh der Klasse S1P erfüllt damit vier Anforderungen:

  • Zehenschutzkappe mit einer Belastbarkeit von 200 Joule
  • Antistatische Eigenschaften, damit sich keine elektrische Ladung aufbaut
  • Geschlossener Fersenbereich und Energieaufnahme im Fersenbereich
  • Durchtrittsichere Sohle, die vor spitzen Gegenständen von unten schützt

Was S1P nicht leistet: Die Schuhe sind nicht wasserdicht. Der Schaft nimmt bei längerem Kontakt mit Nässe Feuchtigkeit auf. Für nasse Arbeitsumgebungen brauchen Sie mindestens S2, besser S3.

Durchtrittschutz aus Textil oder Stahl? S1PS und S1PL erklärt

Seit der Überarbeitung der Norm EN ISO 20345 im Jahr 2022 zeigt ein zusätzlicher Buchstabe an, welche Art von Durchtrittschutz verbaut ist – und die unterscheiden sich im Alltag deutlich:

  • S1PS – textiler Durchtrittschutz: leichter, flexibler und schützt die komplette Sohlenfläche bis in den Zehenbereich. Ideal, wenn Sie viel laufen oder knien. Bei extrem dünnen Nadeln etwas weniger widerstandsfähig.
  • S1PL – Stahleinlage: maximale Widerstandsfähigkeit auch gegen feinste Spitzen, dafür schwerer und steifer. Kann zudem Metalldetektoren auslösen, was in manchen Betrieben relevant ist.

Beide Varianten sind gleichwertig zugelassen, ältere Modelle tragen weiterhin die einfache Bezeichnung S1P. Ein Beispiel für konsequenten Leichtbau ist der Airtox UL1P: Mit 285 Gramm gehört er zu den leichtesten S1P Sicherheitsschuhen überhaupt und nutzt textilen Durchtrittschutz statt einer Metalleinlage.

S1P Sicherheitsschuhe extra leicht

Wer acht Stunden am Stück auf den Beinen ist, merkt jedes Gramm. Moderne Arbeitsschuhe S1P wiegen teilweise nur halb so viel wie klassische Modelle mit Stahlkappe und Stahlsohle. Die Leichtigkeit wird durch Kunststoffkappen, textilen Durchtrittschutz und Obermaterial aus Mesh oder Mikrofaser erreicht.

Zwei Modelle, die sich hier bewährt haben:

  • Der adidas MOTIX Low S1PS bringt Sneaker-Bauweise und Dämpfung aus dem Sportbereich in den Arbeitsschutz.
  • Der Airtox FM1 ist vollständig metallfrei aufgebaut, interessant überall dort, wo Metalldetektoren im Einsatz sind.

S1P Sicherheitsschuhe für Damen und Herren

Die Schutzklasse selbst unterscheidet nicht nach Geschlecht, die Passform schon. Damenmodelle sind in der Regel schmaler geschnitten, haben ein niedrigeres Fußvolumen und eine kleinere Fersenbreite. Wer mit Herrenmodellen in kleinen Größen arbeitet, spürt das Problem meist erst nach ein paar Stunden: Der Fuß rutscht, es entstehen Druckstellen.

Speziell auf Damenfüße abgestimmte Modelle finden Sie in unserer Kategorie Sicherheitsschuhe Damen.

S1P Sicherheitssandalen für warme Arbeitstage

Für Arbeitsplätze mit hohen Temperaturen gibt es S1P auch als Sandale mit offener Ferse. Sie bieten denselben Zehen- und Durchtrittschutz, sind aber deutlich luftiger. Ein Beispiel ist die Baak Adam Sandale S1PS.

Wichtig zu wissen: Sandalen haben keinen geschlossenen Fersenbereich und sind deshalb nicht überall zugelassen. Ob sie an Ihrem Arbeitsplatz erlaubt sind, regelt die Gefährdungsbeurteilung Ihres Betriebs.

Arbeitsschuhe S1P: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Zwei Modelle derselben Schutzklasse können sich im Tragegefühl deutlich unterscheiden. Diese fünf Punkte machen den Unterschied:

  • Sohlenmaterial: PU ist leicht und dämpfend, TPU widerstandsfähiger gegen Chemikalien, Kautschuk hitzebeständig und besonders griffig
  • Zehenkappe: Stahl ist günstig und robust, Aluminium leichter, Kunststoff zusätzlich metallfrei und kältebrückenfrei
  • Verschluss: Klassische Schnürung sitzt individuell, ein BOA-Drehverschluss lässt sich mit einer Hand justieren – praktisch, wenn Sie die Schuhe mehrmals täglich an- und ausziehen
  • Passform und Fußbreite: Der wichtigste Punkt überhaupt. Ein Schuh mit perfekter Ausstattung nützt wenig, wenn er drückt
  • Atmungsaktivität: Mesh-Obermaterial und Funktionsfutter verhindern, dass der Fuß den ganzen Tag feucht bleibt

Wie komfortabel ein Drehverschluss im Alltag ist, zeigt zum Beispiel der Airtox FM11.

Viele unserer S1P-Modelle sind zusätzlich ESD-zertifiziert und damit für Arbeitsplätze mit empfindlicher Elektronik geeignet. Eine gefilterte Übersicht finden Sie in unserer Kategorie ESD-Sicherheitsschuhe.

Häufige Fragen zu S1P Sicherheitsschuhen

Sind S1P Sicherheitsschuhe wasserdicht?

Nein. S1P umfasst keinen Wasserschutz. Der Schaft nimmt bei längerem Kontakt Feuchtigkeit auf. Wenn Sie regelmäßig auf nassem Untergrund arbeiten, brauchen Sie mindestens S2 oder besser S3 mit wasserabweisendem Schaft.

Für welche Berufe eignen sich S1P Schuhe?

Überall dort, wo es trocken ist und trotzdem Durchtrittgefahr besteht: Kfz-Werkstatt, Lager und Logistik, Montage, Industriefertigung, Trockenbau und Werkstätten aller Art. Auf Außenbaustellen ist S3 die passendere Wahl.

Wie erkenne ich, ob ein Schuh durchtrittsicher ist?

Am Zusatz „P" in der Kennzeichnung, also S1P, S3 oder bei neueren Modellen S1PS und S1PL. Die Kennzeichnung finden Sie eingeprägt oder eingenäht auf der Innenseite des Schafts.

Sind S1P Sicherheitsschuhe für den Außenbereich geeignet?

Bei trockenem Wetter ja. Sobald es regnet oder der Boden feucht ist, stoßen S1P-Modelle an ihre Grenzen, weil der Schaft Wasser durchlässt. Für dauerhaften Außeneinsatz empfehlen wir S3.

Wie oft sollte ich S1P Sicherheitsschuhe wechseln?

Das hängt von der Beanspruchung ab. Als Faustregel gilt: Sobald das Profil abgelaufen ist, die Zehenkappe durch das Obermaterial sichtbar wird oder der Schuh nach einem Tritt auf einen spitzen Gegenstand beschädigt ist, erfüllt er die Schutzfunktion nicht mehr.

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